Mitgliederversammlung
mit allen CDU-Gemeinderäten:
Mitgliederversammlung
und Fraktion wünschen Kürzung des
Haushalts 2008
Der von der Gemeindeverwaltung
angekündigte und den
Gemeinderäten im Entwurf vorliegende "Rekordhaushalt" ließ die
Mitglieder der Teninger CDU nicht nur jubeln. Der Vorsitzende Gerd
Winterbauer hatte die CDU-Mitglieder eingeladen, um über
wesentliche
Punkte des Haushaltes zu diskutieren. Denn die Gemeinderats-
fraktion
wollte ihre Stellungnahme zum Haushaltsentwurf an die Gemeinde mit den
politisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern abstimmen. Und
so waren
erfreulich viele Mitglieder in dieser ersten Woche des Jahres gekommen,
um sich mit den CDU-Gemeinderäten, die alle anwesend waren,
in dieser wichtigen Sache
abzu-
stimmen.

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Die
CDU-Gemeinderäte im "Rebstock" in Bottingen bei der
Mitgliederversammlung zum Haushalt 2008: (von links) Christian v.
Elverfeldt, Martin Weiler, Gerd Winterbauer, Karl-Heinz Fross, Eugen
Gasser und Werner Peter.
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Gemeinderat
Gerd Winterbauer machte anhand von Folien das
umfangreiche Zahlenwerk verständlich. Die Wichtigkeit der
jährlichen
Beratung des Haushaltes machte er verständlich mit der Aussage:
"Der
Gemeinderat ist sinngemäß der Aufsichtsrat der
Gemeindeverwaltung und
später auch für die Finanzen der Gemeinde verantwortlich." Zu
dieser
großen Summe des diesjährigen Teninger Haushaltes komme es
vor allem
durch die geplanten Investitionen, also Bau- und Sanierungsmaßnahmen,
in Höhe von 3,7 Millionen Euro. Um diese Summe
überhaupt ausgeben zu
können, plant die Gemeinde zusätzlich zu den normalen
Einnahmen drei
Maßnahmen zur Geldbeschaffung, wie die
CDU-Gemeinderäte erläuterten:
1.
den Verkauf ihrer EnBW-Aktien für 1,7 Millionen Euro,
2. die Entnahme
aus den Rücklagen der Gemeinde von 694 000 Euro und
3. eine neue
zusätzliche Verschuldung von 450 000 Euro.
Zwei anwesende Mitglieder waren der Meinung, dass man eigentlich der
Erlös aus dem Aktienverkauf den Rücklagen zuführen
müsste oder damit
einen Teil der Schulden abbezahlen sollte. Es wurde ausführlich
über
die einzelnen geplanten Investitionen diskutiert. Dass gerade in diesem
Jahr so viele Maßnahmen geplant seien, sei aus Sicht des
Bürgermeisters
sicherlich legitim, wie die Gemeinderäte meinten. Bestimmt wolle
er
noch viele Inverstitionen abschließen oder auf den Weg bringen,
bevor
er nächstes Jahr aus dem Amt verabschiedet wird. Aber es sei zu
viel,
dass man trotz der guten Steuereinnahmen und trotz des Verkaufs des
"Tafelsilbers" so sehr die Rücklagen angreife und dazu neue
Schulden
mache. Deswegen will die CDU-Fraktion - das war das Ergebnis der
Beratung - versuchen, die Investitionsaus-
gaben um etwa 1,3 Millionen
Euro zu reduzieren und damit ohne neue Schulden auszu-
kommen. Das sei
vor allem auch deswegen notwendig, weil mit diesen geplanten Ausgaben
dieses Jahr eine Verpflichtungsermächtigung für das kommende
Jahr von 2
116 800 Euro verbunden sei. Damit sei der vorliegende Entwurf des
Haushaltsplanes praktisch ein Doppelt-
haushalt.
Die von der CDU vorgeschlagene Reduzierung
der Ausgaben um 1,3
Millionen Euro könne man gut erreichen, wenn manche
Maßnahmen, die nach
Meinung der CDU-Fraktion nicht so dringend sind, auf die kommenden
Jahre verschoben werden. Das ist
- die Sanierung des
Kriegerdenkmals in
Nimburg (41 500 Euro),
- die Umgestaltung des
Ortskernes von Nimburg (193
000 Euro),
- die Neugestaltung
des Parkplatzes an der Feldbergstraße in
Teningen (160 000 Euro),
- eine neue
Gehwegverbindung in Köndringen (85
000 Euro)
- und die Einsparung
am Bürgerhaus in Landeck (80
000),
dadurch, dass man nur
den
Dachstuhl saniert . Dazu möchte die CDU noch zwei ganz "dicke
Brocken"
mindestens bis nächstes Jahr verschieben, um zu prüfen, ob
nicht andere
Möglichkeiten in Frage kommen: die Generalsanierung
- des gemeindeeigenen
Wohnhauses Neudorfstraße 39, für die 450 000 Euro
vorgesehen sind, und
die erste Rate der
- Gesamtsanierung des
Schwimmbades, die dieses Jahr
mit 310 000 Euro
zu Buche schlagen würde. So soll im
Laufe des Jahres
geprüft werden, ob der Verkauf des Anwesens in der Neudorfstraße nicht
zu einem besseren wirtschaftlichen Ergebnis führen würde als
die
Sanierung durch die Gemeinde. Auch solle man im Laufe dieses Jahres
eine klare Entscheidung zum Schwimmbad
treffen und die wirtschaftliche
Zukunft durchrechnen. Denn trotz des jährlichen Zuschusses der Gemeinde von 375 000 Euro an das Bad
müssten in den nächsten vier Jahren zusätzlich vom
Teninger
Steuerzahler 1,5 Millionen für die weitere Sanierung ausgegeben
werden.
Wobei dies noch nicht die Gesamtsumme sei, wie Winterbauer auf Grund
der Gespräche mit der Gemeindeverwaltung berichtete.
Die
Gemeinderäte der
CDU betonen, dass sie die übrigen
Investitionen in Höhe von etwa 2,4
Millionen Euro durchaus mittragen und befürworten. Das sind zum
Beispiel
- die
Fenstererneuerung in der Scheffel-Grundschule (50 000
Euro),
- die Sanierung der
Toiletten in der Grundschule Nimburg (25 000
Euro) und
- in der Grundschule
Heimbach (36 000 Euro),
- die
EDV-Ausstattung der Schule Köndringen (15 000 Euro),
- in der
Theodor-Frank-Schule die Fenstererneuerung (50 000 Euro),
- Sanierung des
Physikraumes (135 000 Euro),
- Fahrradabstellplatz
(30 000 Euro),
- Werkzeuge für
den Technikraum (16 000 Euro)
- und die zweite Rate
für die
Schülermensa (235 000 Euro).
Ebenso sollen
- der Dachstuhl des
Bürgerhauses in Landeck (80 000 Euro),
- der neue
Mannschaftstransportwagen für die Teninger Feuerwehr (28 000 Euro)
- und
die Sanierung des Dachstuhls im Heimatmuseum Menton (65 000 Euro),
- der
Waschraum im Kindergarten Köndringen (18 000 Euro),
- die
Sicherheitsbeleuchtung der Nimberghalle (29 000 Euro),
- die erste
Rate der großen Sanierung der Jahnhalle (620 000 Euro)
- die
Bädersanierung im Wohnhaus Schulstraße (27 500 Euro),
- die
Wohnungssanierung in Feldbergstraße 6-8 (50 000 Euro),
- Fahrzeuge und
Geräte für den Bauhof (150 000 Euro)
finanziert
werden. Auch für die anderen Investitionen sieht die CDU eine
Notwendigkeit. Darin enthalten ist auch
- eine Planungsrate
von 80 000
Euro für die Südwest-Umfahrung Teningens.
"Wir sind bereit für viele
Investitionen, aber nicht mit neuen
Schulden" war die wichtige Aussage dieser
Mitgliederversammlung. Wie
aus dem Haushaltsplan abzulesen ist, betragen schon jetzt die
jährlichen Schuldzinsen 125 000 Euro, dazu kommt die
Schuldentilgung in
diesem Jahr von 326 620 Euro. Natürlich sei mit dem Geld, darauf legten die
CDU-Gemeinderäte Wert, vieles in Teningen positiv bewirkt worden.
Aber
nun dürften die Ausgaben nicht ins Uferlose steigen, damit auch in
den
kommenden Jahren noch ein Spielraum bleibe. "Einem Haushalt mit der
großen Ausgabensumme wie im Entwurf der Gemeindeverwaltung
vorgesehen
werden wir nicht zustimmen", so die CDU-Gemeinderäte.
7.1.2008
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