Gemeindeverband Teningen

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Rücklagen der Gemeinde dürfen 2007 nicht nochmal verkleinert werden

1. Dezember 2006
  Mit dem Entwurf des Haushaltsplanes für das kommende Jahr befasste sich ausführlich die Teninger CDU. Auf Einladung des Vorsitzenden und Gemeinderates Gerd Winterbauer verlichen CDU-Mitglieder und Gemeinderäte den Entwurf der Gemeinde für 2007 mit dem laufenden Jahresplan 2006. Auf einhellige Ablehnung stieß das Vorhaben der Verwaltung, trotz dem weiteren Zugriff auf die Rücklagen von über einer halben Million Euro die Schulden der Gemeinde von 2,85 Millionen am Ende dieses Jahres auf 3,04 Millionen im nächsten Jahr zu erhöhen. Wenn die Reduzierung der Rücklagen so weiterginge, betonte Gerd Winterbauer, könne die Gemeinde in zwei Jahren keinen genehmigungsfähigen Haushalt mehr vorlegen.

   Lobend wurde erwähnt, dass eine weitere Reduzierung der Personalkosten von 3,6 Prozent vorgesehen sei. Nach Durchsicht der Zahlen kam man zur Einsicht, dass das vorgesehene Investitionsvolumen von der Verwaltung gesenkt werden müsse, um die Schulden nicht zu erhöhen. Es wurde das Ziel formuliert, 400 000 bis 500 000 Euro in diesen Bau- und Sanierungsmaßnahmen der Gebäude einzusparen, um die Rücklagen nicht angreifen zu müssen. Die CDU-Mitglieder gingen der Reihe nach die 18 Posten der geplanten Baumaßnahmen durch. Ein Besucher, der gerade selbst für 15 000 Euro einen neuen Brennwertkessel eingebaut hatte, fragte, warum für eine neue Heizung im Gerätehaus der Feuerwehr über das Dreifache angesetzt sei. Die CDU befürwortet die Sanierung der Toilette der Grundschule in Nimburg genau so wie auch die Fassaden- und Betonsanierung bei der Johann-Peter-Hebel-Grundschule in Teningen und die Sanierung des Waschraumes im Kindergarten Köndringen. Auch die Erneuerung der Holzdecke in der Jahnhalle (62 500 €) und die Sicherheitsbeleuchtung der Nimberghalle (29 500 €) seien notwendig. Viel Diskussionsstoff lieferte die Theodor-Frank-Haupt- und Realschule. Sehr zu begrüßen ist aus Sicht der CDU die Planung einer neuen Mensa für die Ganztagsbetreuung mit 80 Essplätzen. Aber ob dafür wirklich 1,3 Million Euro notwendig sind, wurde bezweifelt. Man verglich dieses Vorhaben mit anderen Bauvorhaben. So wurde festgestellt, dass für weniger als die Hälfte das zweistöckige katholische Gemeindehaus mit einem Festsaal mit 80 Sitzplätzen, einer Küche, zwei Büro- und drei Versammlungsräumen gebaut wurde. Ebenfalls wurde nicht an der Notwendigkeit einer guten EDV-Anlage für die Schule gezweifelt, allerdings schienen die 47 000 Euro als zu hoch. Ebenso wurde hinterfragt, ob wirklich ein Fahrradabstellplatz für die Schüler 80 000 Euro kosten müsse. Bei diesen Vorhaben sieht die CDU bei entsprechenden Bemühungen hohe Einsparmöglichkeiten.

  "Wenn man das Geld nicht hat, kann man nicht alles Wünschenswerte finanzieren", meinte ein Besucher. Denn es sei unsozial und verantwortungslos gegenüber der künftigen Generation, immer mehr Schulden zu machen, um die gegenwärtigen Wünsche zu befriedigen anstatt in "fetten" Jahren die Schulden zurückzuzahlen. Diese Planung der Gemeindeverwaltung wurde auch mit dem Vorgehen des früheren Freiburger Oberbürgermeisters verglichen. Es nütze nichts, alle Wünsche zu befriedigen, wenn dann später nicht mal mehr ein genehmigungsfähiger Gemeindehaushalt vorgelegt werden könne. Deshalb müsse auch Teningen einige Planungen streichen oder auf kommende Jahre verschieben. Dazu zählt die CDU die Sanierung des Dachstuhles des Heimatmuseums Menton für 65 000 Euro ("der hält auch noch zwei, drei Jahre"), den Ausbau des Nimburger Weges in Teningen und die Sanierung des Glockenturmes des Landecker Bürgerhauses, wobei man der sofortigen Sanierung des Hauptdaches des Hauses zustimmt.

   Man fragte sich auch, ob man wirklich 500 000 Euro für die Sanierung des Gemeindewohnhauses in der Hans-Sachs-Straße benötige. Auch gebe es für die Flachdachsanierung der Lechhalle vielleicht kostengünstigere Möglichkeiten. Denn mittlerweile gäbe es für solche Hallen Folien mit 30 Jahre Garantie, wie ein Besucher mit eigener Erfahrung berichtete.

Die Gemeinderäte Eugen Gasser, Werner Peter, Martin Weiler und Gerd Winterbauer versprachen, diese Vorschläge im Gemeinderat einzubringen und hoffen, dafür auch eine Mehrheit im Gemeinderat zu erhalten.

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